Ein rechtsgültiges Testament in der Schweiz zu verfassen ist für jede volljährige und urteilsfähige Person möglich, ohne dass zwingend ein Notar beigezogen werden muss. Nach Art. 505 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) muss ein eigenhändiges Testament von der ersten bis zur letzten Zeile von Hand geschrieben sein, Ort, Jahr, Monat und Tag der Errichtung enthalten und eigenhändig unterschrieben werden. Ein am Computer getipptes, ausgedrucktes und nur unterschriebenes Testament erfüllt die Formvorschriften nicht und kann auf Klage der Erben für ungültig erklärt werden (Art. 520 ZGB).

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick (Erbrechtsreform 2023):

  • Form (Art. 505 ZGB): Vollständig von Hand schreiben, mit Ort und vollständigem Datum versehen und unterschreiben. Getippte Testamente können auf Klage für ungültig erklärt werden.
  • Reform 2023: Der Pflichtteil der Eltern ist weggefallen. Der Pflichtteil der Nachkommen sank von 3/4 auf 1/2 ihres gesetzlichen Erbanspruchs.
  • Freie Quote: Sind Ehegatte und/oder Kinder vorhanden, können Sie über mindestens die Hälfte Ihres Nachlasses frei verfügen.
  • Konkubinatspartner: Haben kein gesetzliches Erbrecht und erben nur, wenn Sie sie im Testament bedenken.
  • Gleichwertig, aber nicht risikofrei: Ein formgültiges eigenhändiges Testament ist rechtlich gleichwertig mit einem notariellen. Fehler in Form oder Formulierung zeigen sich jedoch oft erst nach dem Tod.

Testament mit klarer Anleitung verfassen

Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung führt Sie durch Formvorschriften, Pflichtteile und Formulierungen für Ihr handschriftliches Testament.

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Welche Testamentsformen gibt es in der Schweiz?

Das Schweizer Erbrecht kennt drei Formen der letztwilligen Verfügung (Art. 498 ff. ZGB):

  • Eigenhändiges Testament (Art. 505 ZGB): Die häufigste Form. Der gesamte Text wird von Hand geschrieben, mit Ort und Datum (Jahr, Monat, Tag) versehen und unterschrieben. Bei der Erstellung fallen keine Notariatskosten an.
  • Öffentliches Testament (Art. 499 ff. ZGB): Wird von einer Urkundsperson (Notar) unter Mitwirkung von zwei Zeugen beurkundet. Sinnvoll bei komplexen Vermögens- oder Unternehmensstrukturen, wenn Handschreiben nicht mehr möglich ist oder wenn spätere Zweifel an der Urteilsfähigkeit vermieden werden sollen.
  • Nottestament (Art. 506 ff. ZGB): Eine Ausnahmeform bei unmittelbarer Todesgefahr oder ähnlichen Ausnahmesituationen (z.B. Epidemie, Krieg), bei der der letzte Wille vor Zeugen erklärt wird. Nach Art. 508 ZGB verliert es seine Gültigkeit 14 Tage, nachdem der Erblasser wieder in der Lage ist, in ordentlicher Form zu testieren.

Kein gemeinschaftliches Testament in der Schweiz
Das Schweizer Recht kennt kein gemeinschaftliches Testament, wie es etwa in Deutschland üblich ist. Eheleute sollten deshalb je ein eigenes, vollständig handschriftliches Testament verfassen. Wer sich gegenseitig vertraglich binden möchte, braucht einen öffentlich beurkundeten Erbvertrag (Art. 494 ZGB).

Pflichtteile und freie Quote nach der Erbrechtsreform 2023

Seit dem 1. Januar 2023 haben Erblasser mehr Verfügungsfreiheit (Art. 470 f. ZGB). Die Reform brachte drei Punkte, die für Ihr Testament wichtig sind:

  1. Elternpflichtteil abgeschafft: Eltern haben keinen Pflichtteilsanspruch mehr.
  2. Nachkommenpflichtteil reduziert: Er beträgt statt 3/4 nur noch 1/2 des gesetzlichen Erbteils.
  3. Ehegatten und eingetragene Partner: Ihr Pflichtteil bleibt bei 1/2 des gesetzlichen Erbteils (eingetragene Partner sind Ehegatten gleichgestellt).
Familienkonstellation Gesetzlicher Erbteil Pflichtteil (Anteil am Nachlass) Frei verfügbare Quote
Ehegatte und Kinder Ehegatte 1/2, Kinder zusammen 1/2 Ehegatte 1/4, Kinder zusammen 1/4 1/2 (50 %)
Nur Kinder (ledig, geschieden oder verwitwet) Kinder zusammen 1/1 Kinder zusammen 1/2 1/2 (50 %)
Nur Ehegatte (keine Kinder, keine Eltern oder Geschwister) Ehegatte 1/1 Ehegatte 1/2 1/2 (50 %)
Ehegatte und Eltern bzw. Geschwister (keine Kinder) Ehegatte 3/4, Eltern/Geschwister 1/4 Ehegatte 3/8, Eltern/Geschwister keiner 5/8 (62.5 %)
Alleinstehend, keine Kinder Eltern, Geschwister bzw. deren Nachkommen Keine Pflichtteile 1/1 (100 %)

Zwei Berechnungsbeispiele

Beispiel 1: Verheiratet, 2 Kinder, Nachlass CHF 400'000

Gesetzlicher Erbteil: Ehegatte CHF 200'000, Kinder zusammen CHF 200'000 (je CHF 100'000).
Pflichtteile: Ehegatte CHF 100'000, Kinder zusammen CHF 100'000 (je CHF 50'000).
Freie Quote: CHF 200'000. Sie können sie z.B. dem Ehegatten zuweisen (dieser erhielte dann CHF 300'000) oder Dritte bzw. eine Stiftung begünstigen.
Hinweis: Bei Verheirateten wird zuerst das Eherecht (Güterstand) auseinandergesetzt. Zum Nachlass gehört nur der Anteil des Verstorbenen.

Beispiel 2: Konkubinat mit einem Kind, Nachlass CHF 300'000

Ohne Testament erbt das Kind alles, der Lebenspartner erhält nichts.
Mit Testament bleibt dem Kind der Pflichtteil von CHF 150'000 (1/2). Über die freie Quote von CHF 150'000 können Sie zugunsten des Lebenspartners verfügen.

Schritt für Schritt: So schreiben Sie Ihr Testament

1. Nachlass erfassen (Aktiven und Passiven)

Listen Sie Bankkonten, Wertschriften, Liegenschaften, Fahrzeuge und Wertgegenstände auf und ziehen Sie Schulden wie Hypotheken oder Kredite ab. So erkennen Sie den Nettonachlass, auf dem alle Quoten beruhen.

2. Gesetzliche Erben und Pflichtteile bestimmen

Klären Sie, wer gesetzlich erbt, und halten Sie die Pflichtteile nach Art. 470 f. ZGB ein. Ein Testament, das Pflichtteile verletzt, ist nicht automatisch ungültig. Die benachteiligten Erben können es aber mit der Herabsetzungsklage (Art. 522 ZGB) angreifen.

3. Klar formulieren: Erbeinsetzung, Vermächtnis, Ersatzerbe

  • Erbeinsetzung (Art. 483 ZGB): Zuweisung der ganzen Erbschaft oder eines Bruchteils, z.B. «Ich setze meine Tochter zu 1/2 als Erbin ein». Erben treten in die Rechtsnachfolge ein und haften grundsätzlich auch für Nachlassschulden.
  • Vermächtnis / Legat (Art. 484 ZGB): Zuweisung eines bestimmten Betrags oder Gegenstands, z.B. «Ich vermache meinem Neffen CHF 10'000». Der Vermächtnisnehmer wird nicht Teil der Erbengemeinschaft und haftet grundsätzlich nicht für Nachlassschulden.
  • Ersatzerben (Art. 487 ZGB): Bestimmen Sie, wer an die Stelle eines Erben tritt, der vor Ihnen stirbt.

4. Willensvollstrecker einsetzen (Art. 517 ZGB)

Ein neutraler Willensvollstrecker (Vertrauensperson, Anwalt oder Treuhänder) kann Streit bei der Erbteilung vermeiden. Er verwaltet den Nachlass, begleicht Rechnungen und setzt Ihre Anordnungen um.

5. Von Hand schreiben, mit Ort und Datum versehen, unterschreiben

Schreiben Sie das gesamte Dokument mit Tinte oder Kugelschreiber eigenhändig auf Papier und setzen Sie an den Schluss Ort, Datum und Ihre Unterschrift.

Ort und Datum nach Art. 505 und Art. 520a ZGB:
Nach Art. 505 ZGB gehören Ort, Jahr, Monat und Tag der Errichtung zum Inhalt des eigenhändigen Testaments. Fehlen oder sind diese Angaben unrichtig, führt das nach Art. 520a ZGB nur dann zur Ungültigkeit, wenn sich die Zeitfolge mehrerer Verfügungen oder die Verfügungsfähigkeit des Erblassers nicht anders feststellen lässt und die Mängel Zweifel begründen. Geben Sie deshalb immer Ort und vollständiges Datum an.

Praxis-Tipp: Zweideutigkeiten vermeiden

Schon kleine Unklarheiten können Auslegungsstreit unter den Erben auslösen. Unsere Schweizer Testament-Anleitung zeigt Ihnen Klauseln und Beispiele, an denen Sie sich orientieren können.

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Testament Vorlage Schweiz: Musterformulierungen

Die folgenden Muster dienen der Orientierung. Schreiben Sie nicht blind ab: Passen Sie Personen, Quoten und Beträge an Ihre Situation an und schreiben Sie den Text vollständig von Hand. Ein ausgedruckter Text genügt den Formvorschriften nicht.

Muster A: Konkubinat mit einem Kind

Testament

Ich, [Vorname Nachname], geboren am [Geburtsdatum], Heimatort [Heimatort], wohnhaft in [Strasse, Nr., PLZ Ort], verfüge für den Fall meines Todes was folgt:

  1. Widerruf: Ich widerrufe alle früher von mir errichteten letztwilligen Verfügungen.
  2. Erbeinsetzung: Meinen Sohn [Name, Geburtsdatum] setze ich auf den Pflichtteil. Über die verfügbare Quote verfüge ich zugunsten meiner Lebenspartnerin [Name, Geburtsdatum, Adresse], die ich dafür als Erbin einsetze.
  3. Vermächtnis: Meinem Patenkind [Name] vermache ich CHF 10'000 (in Worten: zehntausend Schweizer Franken).
  4. Ersatzerbe: Stirbt meine Lebenspartnerin vor mir, fällt ihr Anteil an [Name Ersatzerbe oder Institution].
  5. Willensvollstrecker: Ich ernenne [Name, Adresse] zum Willensvollstrecker.

[Ort], den [Tag. Monat Jahr, z.B. 24. Oktober 2026]

[Eigenhändige Unterschrift]
[Vorname Nachname]

Muster B: Verheiratet mit Kindern, Ehegatte soll bestmöglich abgesichert sein (Auszug)

  1. Ich widerrufe alle früher von mir errichteten letztwilligen Verfügungen.
  2. Meine Kinder [Namen] setze ich auf den Pflichtteil.
  3. Meine Ehefrau/meinen Ehemann [Name] setze ich zur Erbin/zum Erben im Umfang der verfügbaren Quote ein.
  4. Optional: Zusätzlich räume ich meiner Ehefrau/meinem Ehemann die Nutzniessung an dem Teil des Nachlasses ein, der unseren gemeinsamen Kindern zukommt (Art. 473 ZGB).

Wie sich Nutzniessung und verfügbare Quote kombinieren lassen, sollten Sie mit einer Fachperson klären. Ort, Datum und Unterschrift nicht vergessen.

Testament ändern, ergänzen oder widerrufen

Solange Sie leben, können Sie Ihr Testament jederzeit und ohne Begründung ändern oder widerrufen (Art. 509 ff. ZGB):

  • Vernichten (Art. 510 ZGB): Wer die Originalurkunde absichtlich zerstört, widerruft damit das Testament.
  • Neues Testament mit Widerrufsklausel (Art. 509 ZGB): Beginnen Sie mit: «Ich widerrufe alle bisherigen letztwilligen Verfügungen.» Ohne ausdrückliche Klausel gilt ein späteres Testament nur insoweit, als es dem früheren widerspricht (Art. 511 ZGB). Das führt leicht zu Unklarheiten.
  • Nachtrag: Auch ein Nachtrag muss vollständig von Hand geschrieben, mit Ort und aktuellem Datum versehen und unterschrieben sein. Meist ist es sicherer, das ganze Testament neu zu schreiben.

Besondere Lebenssituationen: Konkubinat, Patchwork, Scheidung, Ausland

Konkubinatspaare

Unverheiratete Partner haben kein gesetzliches Erbrecht, egal wie lange sie zusammenlebten. Ohne Testament geht der überlebende Partner leer aus. Auch steuerlich lohnt sich ein Blick in die Regeln Ihres Kantons: Ehegatten und direkte Nachkommen sind in den meisten Kantonen von der Erbschaftssteuer befreit, Konkubinatspartner werden dagegen häufig wie Nichtverwandte besteuert. Die Steuersätze unterscheiden sich je nach Kanton stark und können erheblich sein.

Patchwork-Familien

Stiefkinder sind mit dem Stiefelternteil nicht verwandt und haben kein gesetzliches Erbrecht. Sollen sie berücksichtigt werden, müssen Sie sie im Testament namentlich als Erben oder Vermächtnisnehmer einsetzen.

Scheidung und Trennung

Ist beim Tod ein Scheidungsverfahren hängig, kann das Erbrecht des Ehegatten unter bestimmten Voraussetzungen entfallen (Art. 120 ZGB). Wer sich trennt, sollte sein Testament deshalb frühzeitig überprüfen.

Vorsorgegelder (Säule 3a, Pensionskasse)

Guthaben der Säule 3a und der Pensionskasse folgen oft einer eigenen Begünstigungsordnung und werden nicht allein durch das Testament verteilt. Prüfen Sie die Begünstigung bei Ihrer Vorsorgeeinrichtung, besonders wenn Sie im Konkubinat leben.

Auslandsbezug und Expats

Hat die verstorbene Person ihren letzten Wohnsitz in der Schweiz, gilt grundsätzlich Schweizer Erbrecht (Art. 90 IPRG). Ausländische Staatsangehörige ohne Schweizer Bürgerrecht können im Testament stattdessen ihr Heimatrecht wählen (Rechtswahl, Art. 90 Abs. 2 IPRG). Das gilt nicht für Personen mit Schweizer Bürgerrecht, auch nicht für Doppelbürger. Bei Vermögen im Ausland, vor allem bei Immobilien, wenden andere Staaten oft eigene Regeln an. In der EU gilt zum Beispiel die EU-Erbrechtsverordnung. Lassen Sie solche Fälle von einer Fachperson prüfen.

Wann lohnt sich ein Notar oder Anwalt?

Ein eigenhändiges Testament reicht in einfachen Verhältnissen. Fachliche Beratung ist sinnvoll bei:

  • Unternehmen, mehreren Liegenschaften oder grossem Vermögen
  • Patchwork-Familien oder absehbarem Streit unter den Erben
  • Vermögen oder Wohnsitz im Ausland
  • Zweifeln an der künftigen Urteilsfähigkeit oder wenn Handschreiben nicht mehr möglich ist
  • Wunsch nach vertraglicher Bindung (Erbvertrag)

Die häufigsten Fehler beim Testament in der Schweiz

Fehler Mögliche Folge Besser so
Am PC getippt und nur unterschrieben Formmangel: Ungültigerklärung auf Klage (Art. 520 ZGB) Ganzen Text von Hand schreiben oder Notar beiziehen.
Ort oder Datum fehlen bzw. sind unvollständig Streit über Reihenfolge mehrerer Testamente, Risiko der Ungültigkeit (Art. 520a ZGB) Immer Ort und Tag, Monat, Jahr angeben (z.B. «Zürich, 15. Oktober 2026»).
Gemeinsames Testament beider Ehegatten auf einem Blatt Formprobleme, keine bindende Wirkung Zwei getrennte, handschriftliche Testamente oder Erbvertrag beim Notar.
Pflichtteile verletzt Herabsetzungsklage der Pflichtteilserben (Art. 522 ZGB) Pflichtteile gemäss Tabelle berechnen und die freie Quote nutzen.
Unklare Formulierungen (Erbe oder Vermächtnis?) Auslegungsstreit unter den Erben Eindeutige Begriffe und Quoten verwenden, Personen mit Namen und Geburtsdatum nennen.
Testament unauffindbar zu Hause Es greift die gesetzliche Erbfolge Amtlich hinterlegen oder Vertrauensperson informieren.

Aufbewahrung und Kosten: Selbst schreiben oder Notar?

Ein Testament, das zu Hause liegt, kann verloren gehen, übersehen oder bei einer Wohnungsräumung weggeworfen werden. Die Kantone bieten deshalb die amtliche Aufbewahrung an. Zuständig ist je nach Kanton z.B. das Notariat, das Erbschaftsamt, das Teilungsamt oder das Bezirksgericht. Die richtige Stelle finden Sie auf der Website Ihres Kantons.

Die Hinterlegungsgebühr liegt als Richtwert bei etwa CHF 50 bis 200 und ist kantonal verschieden. Ein Testament beim Notar oder Anwalt kostet je nach Aufwand und Nachlass typischerweise zwischen CHF 500 und CHF 3'000. Bei einfachen Verhältnissen lassen sich diese Kosten mit einem sorgfältig selbst verfassten Testament sparen. Bei komplexen Verhältnissen kann sich die Beratung dagegen lohnen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein eigenhändig geschriebenes Testament ohne Notar gültig?

Ja. Ein Testament nach Art. 505 ZGB ist auch ohne Notar gültig, wenn es vollständig von Hand geschrieben, mit Ort und Datum versehen und eigenhändig unterschrieben ist.

Kann ich mein Testament jederzeit selbst ändern?

Ja. Sie können es zu Lebzeiten jederzeit widerrufen, vernichten oder durch eine neue Fassung ersetzen. Im neuen Testament sollten Sie frühere Verfügungen ausdrücklich widerrufen.

Wer erbt, wenn ich kein Testament schreibe?

Dann gilt die gesetzliche Erbfolge (Art. 457 ff. ZGB): Zuerst erben Nachkommen und Ehegatte, ohne Nachkommen die Eltern und Geschwister bzw. deren Nachkommen. Konkubinatspartner, Stiefkinder und Freunde erben ohne Testament nichts.

Was kostet ein Testament beim Notar im Vergleich zum Selbstschreiben?

Beim Notar oder Anwalt fallen je nach Aufwand typischerweise CHF 500 bis 3'000 an. Ein selbst geschriebenes Testament kostet nichts. Dazu kommen allenfalls die kantonale Hinterlegungsgebühr (Richtwert CHF 50 bis 200) und die Kosten für eine Vorlage oder Anleitung.

Muss ein Testament amtlich hinterlegt werden?

Nein, die Hinterlegung ist keine Gültigkeitsvoraussetzung. Ein zu Hause aufbewahrtes Testament ist gültig, kann aber verloren gehen oder nach dem Tod nicht gefunden werden.

Können Ehepartner in der Schweiz ein gemeinsames Testament machen?

Das Schweizer Recht kennt kein gemeinschaftliches Testament. Jeder Ehegatte sollte ein eigenes, vollständig handschriftliches Testament verfassen. Eine gegenseitige Bindung ist nur über einen öffentlich beurkundeten Erbvertrag möglich.

Gilt mein Schweizer Testament auch für Vermögen im Ausland?

Häufig ja, was die Form betrifft: Nach dem Haager Testamentsformübereinkommen werden formgültige Testamente in vielen Staaten anerkannt. Bei ausländischen Immobilien und Konten können jedoch lokale Erbrechtsregeln gelten. Lassen Sie das im Einzelfall prüfen.

Weitere Vorsorge-Dokumente

Rechtsgrundlagen: Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB), Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht (IPRG).

Nachlass in Ruhe regeln

Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung verfassen Sie Ihr handschriftliches Testament strukturiert und vermeiden typische Fehler.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei komplexen oder streitigen Situationen wenden Sie sich bitte an eine Anwältin, einen Anwalt oder ein Notariat.